Schlaf gut – Gute Nachtgeschichten und Gedichte

Einen weite­ren Text konnte ich jüngst im Wende­punkt-Verlag ver­öffent­lichen. Nach All­tags­rie­sen er­schien nun im Novem­ber eine Antho­lo­gie, zu der Ge­schich­ten und Ge­dich­te zum The­ma „Bett­hupf­erl“ ge­sucht waren.

Alltagsriesen

Was lange währt, wird end­lich gut. Vor vielen Mona­ten be­reits wurde eine mei­ner Kurz­ge­schich­ten für eine Antho­logie an­ge­nom­men. Ge­fragt waren Ge­dichte und Ge­schich­ten zum Thema „All­tags­rie­sen“.

Lange lag das Projekt an­schließ­end auf Eis, doch nun ist das kleine Büch­lein endlich erschienen :-)

Alltagsriesen heißt das Buch, Mit Kühnheit und Courage meine Geschichte. Das Lektorat mit der Herausgeberin Doris Killmer war sehr angenehm, aber auch spannend und erhellend. Hier und da haben wir um Formulierungen gerungen, doch letztendlich hat der Text sehr davon profitiert.

Märzchen im November

Märzchen im No­vem­ber ist s erstes eigen­stän­diges Buch­pro­jekt. Der Unter­titel lautet: Drei­zehn nicht uner­heb­liche Erzähl­ungen und eine nur so zum Spaß. Einige von ihnen sind im Vor­feld bereits in Antho­logien unter­gekommen oder haben Prei­se gewon­nen.

Aus dem Klappentext:

Dieses Buch handelt von Menschen in heiklen Situationen. Manche haben Glück, andere erleben persönliche Katastrophen, nichtsahnend oder sehenden Auges – in jedem Falle aber verstrickt im Netz besonderer Eigenheiten und Umstände.

Dennoch fehlt es diesen Geschichten nicht an Humor – versteckt in der Sprache, in Absurditäten oder überraschenden Wendungen, schüchtern und hintergründig.

Und hier und da, erstaunlich oft sogar, keimt ein wenig Hoffnung.

Fassadenflucht – Politische Dichtung der Gegenwart II

„Schreibst du auch Ge­dichte?“, werde ich manch­mal ge­fragt. Ja, dann und wann. In Politi­sche Dich­tung der Gegen­wart Band II wur­den un­längst zwei von ihnen ver­öffent­licht.

Fassadenflucht ist der Titel dieses zweiten Bandes, der im September 2015 erschienen ist. Am Anfang des Jahres startete der Chiliverlag die Reihe mit Strohblumenstörung, Politische Dichtung der Gegenwart Band I.

In Band II nun wurden die Arbeiten von 87 Autorinnen und Autoren zusammengetragen, unbekannten wie namhaften, um ein möglichst flächendeckendes Bild an Meinungen, Überzeugungen und Stimmungen zu schaffen – ein Buch also voll von politisch-literarischen Statements zum aktuellen Zeitgeschehen.

Goldenes Kleeblatt gegen Gewalt 2014

Das Goldene Klee­blatt gegen Ge­walt ist ein jähr­lich aus­ge­lobter Lite­ratur­preis im öster­reichischen Burgen­land. Ausrichter sind das Burgenländische Forum gegen Gewalt sowie die Burgenländische Kinder- und Jugendanwaltschaft. Im Jahr 2014 hieß das Thema „Mobbing“, gefragt war eine kurze Geschichte, die im schulischen Rahmen und in der Erwachsenenbildung eingesetzt werden kann.

Asphaltspuren #23

Gut, dann bin ich eben ein Spiel­ver­der­ber. Ist mir egal, was du sagst – und wie du es sagst, hier vor allen an­de­ren, die um uns herum stehen und un­ge­dul­dig auf meine Zu­stimmung war­ten. So viel Er­stau­nen liegt in dei­ner Stimme, so viel Un­ver­ständ­nis und Mit­leid; Mit­leid mit einem Verklemmten, einem Geschmacksverirrten, bestenfalls einem Unwissenden, der nicht ahnt, was ihm entgeht durch sein dummes Nein. Deine Worte sind gut gewählt, deine Argumente präzise. Alles, was ich darauf entgegnen könnte, ließe mich ganz schlecht aussehen. Also beharre ich schlicht auf meinem einfachen, dummen Nein. Ja, auch, wenn es nicht illegal ist: ich mach’ das nicht! Auch wenn du es noch so schönredest: ich bin nicht mit dabei! Entweder macht ihr das allein, oder wir überlegen uns zusammen etwas Neues.
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Smartphone-Krimis

»Schuhe aus­ziehen!«
Inspektor Kolme hob eine Augen­braue. Er war es nicht ge­wohnt, dass man ihn be­vor­mundete. Dem Mann, der sich ihm ge­rade als Bade­meister Hugo Edlich vor­ge­stellt hatte, stierte er trotzig in die Augen. Gern hätte er ihn igno­riert, doch machte der Hüne nicht den Eindruck, als würde er ihm kampflos Zutritt gewähren, wenn er sich nicht die Schuhe auszog.
»Wie sie wollen«, murmelte Kolme und bückte sich. Sekunden später drückte er dem Pedanten seine Schuhe so fest in die Arme, dass sie möglichst hässliche Flecken auf der frisch gestärkten Bademeister-Uniform hinterließen.
»Bitteschön«, tirilierte er, schob sich an seinem Widersacher vorbei und betrat den Barfußbereich, wo ihn sein Assistent Müller bereits erwartete.
»Der war’s«, raunte Kolme ihm zu, sodass ‚der‘ es hören konnte.
»Wirklich?«, zweifelte Müller.
»Allerdings. Ist doch offensichtlich, oder?«
...

Prisma – Anthologie Autorenkreis Ruhr-Mark

Im Jahr 2013 nahm ich an einem Literaturwettbewerb zum The­ma „Prisma“ teil. Lange hatte ich keinen Ein­fall für eine passen­de Ge­schichte. Aber dann schrieb ich doch eine kurze Er­zählung – Abge­drängt, umge­lenkt, ge­bro­chen – und ge­wann den ersten Preis :-)

Ausrichter des Wettbewerbs war der Autorenkreis Ruhr-Mark, bei dem ich seither Mitglied bin. Im November 2014 erschien seine Anthologie mit dem Titel Prisma.

»Patsch!«, rief Edmund, als wieder ein fettes Insekt auf der Windschutzscheibe zerplatzte. Der Scheibenwischer schmierte einen besonders unschönen Streifen über das Glas, und aus den Wischwasserdüsen sprudelten nur noch kleine Bläschen. Edmund fluchte. Nach nunmehr dreihundertfünfzig Autobahnkilometern wurde ihm die ganze Sache jetzt eigentlich zu undurchsichtig, doch er war spät dran.

Karl erschien mir immer als blau. Wir kannten uns schon seit unserer gemeinsamen Kindergartenzeit und waren dicke Freunde, auch später auf der Grundschule und dem Gymnasium. Fast jeden Nachmittag trafen wir uns, und während all dieser Zeit kam er mir irgendwie blau vor. Ich meine damit nicht seinen Alkoholspiegel, obwohl dieser zuletzt immer öfter auch diese Art von Blau-Sein verursachte. Nein, ich meine wirklich die Farbe Blau.

Anna hat endlich einen Freund. Er ist ihr erster fester Freund überhaupt, und er ist sehr aufmerksam. Fühlt sie ein neues Bedürfnis aufkommen und grübelt darüber nach, wie sie es ihm mitteilen will, so kommt er ihr meist zuvor und stillt es, ehe sie auch nur den Mund öffnen kann. Schaut sie ihm tief in die Augen, so meint sie bisweilen zu erkennen, wie er seinerseits in ihren forscht, ob es dort nicht einen Wunsch zu lesen gibt. Und wenn sie sich nicht vorsieht und einen von ihnen nicht tief genug in sich vergräbt, so findet sie ihn nicht selten anderntags erfüllt.

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